Häufig gestellte Fragen zum Anfallstellenregister

Was kostet die Registrierung im ASR der VKS?

Die Registrierung ist kostenlos und freiwillig.

Warum sollte ich mein Unternehmen im ASR registrieren?

Die unentgeltliche Entsorgungsleistungen stehen nur für lizenzierte Verpackungen zur Verfügung und können nur von registrierten Anfallstellen in Anspruch genommenen werden. Daher ist die Anmeldung als Anfallstelle Voraussetzung für die Inanspruchnahme dieser Leistungen.

Ist mein Unternehmen eine Anfallstelle?

Als Anfallstelle wird der Ort bezeichnet, an dem Verpackungsmaterialen „anfallen“, d. h., zu entsorgen sind. Anfallstelle ist somit immer Ihr Betriebsstandort bzw. Ihre Filiale, wo die Verpackungen vom Entsorger abgeholt werden sollen. Jede Anfallstelle benötigt eine eigene AS-Nummer.

Wer kann das ASR der VKS in Anspruch nehmen?

Das Anfallstellenregister der VKS kann von allen Unternehmen für jene im Betrieb anfallenden Verpackungen in Anspruch genommen werden, die von den jeweiligen Lieferanten bei genehmigten österreichischen Sammel- und Verwertungssystemen für gewerbliche Verpackungen lizenziert wurden.

Wie lange sind die Daten im ASR der VKS gültig?

Die Daten im ASR der VKS sind zumindest einmal jährlich und bei wesentlichen Änderungen zu überprüfen und gegebenfalls zu korrigieren. Erfolgen nach Ablauf eines Jahres keine Änderungen, werden die Daten unverändert fortgeschrieben.

Was ist ein genehmigtes Sammel- und Verwertungssystem für Verpackungen

Eine Auflistung der in Österreich genehmigten Sammel- und Verwertungssysteme finden Sie hier.

Verändert die Registrierung im ASR der VKS etwas an meiner Vereinbarung mit einem genehmigten Sammel- und Verwertungssystem?

Nein, die Registrierung im Anfallstellenregister der VKS berührt Ihre Vereinbarung mit einem Sammel- und Verwertungssystem nicht.

Ersetzt die Mengenmeldung an das Anfallstellenregister der VKS die laufenden Meldungen an mein Sammel- und Verwertungssystem?

Nein, die Mengenmeldung an das Anfallstellenregister der VKS ersetzt keinesfalls die laufenden Meldungen der zu lizenzierenden Verpackungen an Ihr Sammel- und Verwertungssystem.

Welche Daten beinhaltet die Mengenmeldung?

Die Jahresmeldung besteht aus drei Angaben je Sammelkategorie:

  • dem voraussichtlichen Gesamtanfall bis Jahresende (Spalte A in kg / Jahr)
  • dem Verpackungsanteil (Spalte B in Gewichtsprozent bzw. Spalte C in kg)
  • dem Anteil am Gesamtanfall der bei allen genehmigten Sammel- und Verwertungssystemen lizenzierten Verpackungen (Spalte D in kg bzw. Spalte E in %)

Was ist der Unterschied zwischen Verpackung und Nicht-Verpackung?

Als Verpackungen im Sinne der Verpackungsverordnung 2014 "... gelten aus verschiedenen Packstoffen hergestellte Packmittel, Packhilfsmittel oder Paletten zur Aufnahme, zum Schutz, zur Handhabung, zur Lieferung und zur Darbietung von Waren. Der Begriff Verpackungen wird zusätzlich durch die in der VerpackVO 2014 Anhang 2 angeführten Kriterien bestimmt."

Verpackungen sind beispielsweise Becher, Dosen, Flaschen, Kartons, Kisten, Paletten, Säcke, Schrumpffolien, Tassen, Tragetaschen, Tuben, Wickelfolien etc.

Stoffgleiche Nicht-Verpackungen sind Erzeugnisse aus gleichen Materialien, die den oben genannten Anforderungen an Verpackungen jedoch nicht entsprechen und / oder den genannten Zwecken nicht dienen. Dazu zählen zum Beispiel Büropapier, Zeitungen, Produktionsabfälle, Silagefolien, Abdeckfolien, Baustyropor etc.

Wie stelle ich fest, ob die anfallende Verpackung lizenziert ist?

Verpackungen, die von Waren stammen, welche von österreichischen Lieferanten bezogen wurden und die in Ihrem Unternehmen als Abfall anfallen, gelten auch ohne weitere Nachweise als lizenziert. Lizenziert bedeutet, dass bereits von Ihren Lieferanten eine Gebühr für die Entsorgungskosten der Verpackungen entrichtet wurde.

Verpackungen von Waren, die aus dem Ausland zugekauft werden, sind in der Regel nicht lizenziert. Erfolgt jedoch von den ausländischen Lieferanten eine freiwillige Lizenzierung, so ist dies mittels rechtsverbindlicher Erklärungen nachzuweisen. Formularvorlagen für rechtsverbindliche Erklärungen finden Sie hier.

Weiterführende Information finden Sie auch in den entsprechenden Merkblättern zur Verpackungsverordnung des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft.