Laufende Förderprojekte

Im Rahmen der Abfallvermeidungs-Förderung der Sammel- und Verwertungssysteme für Verpackungen werden die folgend genannten und beschriebenen Projekte gefördert:

Minimierung des Ressourceneinsatzes bei Verpackungen

Es wird der Aufbau des im Titel genannten Themenbereichs an einer Fachhochschule gefördert. Dazu wird ein Lehrkonzept zur Ressourcenminimierung erstellt, das die Verpackungsproduktion, die Verpackungsentwicklung, das Qualitätsmanagement und die Auswirkungen auf die Füllgüter beinhaltet.

Repair Cafe - Tirol lokal

In Tirol wurden im Rahmen eines Pilotprojektes 43 Repair Cafes durchgeführt. Mit den Erfahrungen aus dem Pilotprojekt soll die Idee der Repair Cafes in Tirol verbreitet und in möglichst vielen Tiroler Gemeinden umgesetzt werden. Daraus sollen sich schlussendlich eigenständige Initiativen in den Tiroler Gemeinden etablieren, die nach Projektschluss selbstständig weiterlaufen.

Förderschnecke als Ersatz für das ansteigende Förderband H959

Im Produktionsprozess erfolgt der Einsatz eines Förderbands zur Beförderung eines pulverförmigen Produktes (Gips und Zuschlagstoffe). Aufgrund der sehr hohen Fließfähigkeit des Produktes, die durch nicht vermeidbare hohe Temperaturen an dieser Stelle des Prozesses nochmals erhöht wird, kommt es, begünstigt durch die Steigung, zu einem Austreten des Produktes. Bei Bodenberührung in diesem Zustand kann kein Recycling erfolgen, da eine Verunreinigung nicht ausgeschlossen ist. Durch den Austausch des Förderbandes auf eine Förderschnecke soll die in diesem Prozessschritt entstehende Abfallmenge auf Null reduziert werden.

Stop Waste - Save Food

Das vorliegende Projekt soll der Frage nachgehen, ob verbesserter Schutz und verlängerte Haltbarkeit von Lebensmitteln durch optimierte und innovative Verpackungssysteme eine Reduktion von Lebensmittelabfällen im Handel und insbesondere auf Konsumentenebene erreichen können und ob durch diese Verpackungslösungen und die dadurch erzielte Abfallreduktion auch tatsächlich ökologische und ökonomische Verbesserungen erzielt werden. Der Fokus liegt einerseits auf der Entwicklung von für spezifische Produkte optimierten Verpackungen, andererseits auf der Entwicklung einer Methode zur Datenerhebung auf Konsumentenebene in Bezug auf Lebensmittelabfälle. Die Entwicklung und Optimierung der Verpackungssysteme erfolgt anhand spezifischer Fallbeispiele für bestimmte Lebensmittelgruppen, welche auch direkt bei KonsumentInnen getestet werden sollen. Durch objektive Life-Cycle-Analysen wird eruiert, ob auch tatsächlich ökologische Verbesserungen erreicht werden.

Managementstrategien zu Vermeidung von Lebensmittelabfällen

Im Projekt werden vor allem Bereiche zur Lebensmittelabfallvermeidung fokussiert, die noch Lücken in der Umsetzung aufweisen. Das ist z. B. die Vermeidung von Lebensmittelabfällen aus der Landwirtschaft. Hier fehlt es noch völlig an den Grundlagendaten und ebenso an den Umsetzungsmaßnahmen. Der zweite Fokus liegt auf Haushalten. Hier sind zwar bereits Zahlen zum Aufkommen und auch Maßnahmen bekannt, die vorhandenen Daten beziehen sich aber ausschließlich auf Restmüll. Zahlen zu Lebensmittelabfällen im Biomüll oder im Abwasser fehlen. Aktuelle Maßnahmen zeigen bisher kaum Wirkung. Hier werden einerseits Hinderungsgründe analysiert und entsprechend neue Lösungsansätze implementiert, andererseits werden mit dem Einsatz von sozialen Medien und IT-basierten Lösungen völlig neue Wege beschritten. Weiters werden Pilotaktionen entlang der Wertschöpfungskette sowie die Erarbeitung von Leitfäden und Lern- und Ausbildungseinheiten für ausgewählte Akteure umgesetzt.

Sei ein Held! Lass nichts liegen!

Inhalt des Projekts ist die Erarbeitung eines Storyboards zur Abfallvermeidung für VolksschülerInnen in Niederösterreich. Erweiternd sollen auch Abfallvermeidungsmaßnahmen wie wiederverwendbare Boxen zur Essensaufbewahrung oder die Erstellung der „Einfach Weg“-Mappe und Arbeitsblätter umgesetzt werden.
Die "Einfach Weg"-Mappe wurde so gestaltet, dass sie zukünftig in der Ausbildung der Lehrer/innen eingesetzt werden kann. Die Online-Version kann erweitert und bei Veränderungen in der Abfallwirtschaft aktualisiert werden. Die Geschichte „Sei ein Held!“ wurde in Form eines kindgerechten Animationsfilms realisiert und enthält nun die Abfallvermeidung, den richtigen Umgang mit der Natur, aber auch was passiert, wenn Abfälle in der Natur unbedacht liegen gelassen werden und wie sie richtig entsorgt werden. Zusätzlich wurden Begleitmaßnahmen wie Hörbuch, Pixi-Heft, Sticker,… erstellt.

Abfallvermeidungsunterricht in Tourismusschulen

Der Fokus auf die Ausbildung von zukünftig im Tourismus, Hotellerie und Gastronomie tätigen und verantwortlichen Personen beeinfluss jenen Bereich, der außerhalb des Haushaltsbereichs ein besonders hohes Potential für die Vermeidung von v.a. Lebensmittelabfällen in sich birgt.
Ziel des Projektes ist, das Thema „Abfallvermeidung“ im Regelunterricht von Tourismusschulen zu implementieren und in weiterer Folge in den Curricula von Tourismusschulen zu verankern. Dazu werden gemeinsam mit Direktoren und Lehrenden von drei Pilotschulen Lehrinhalte mit dem Fokus auf Lebensmittelabfallvermeidung speziell für die Zielgruppe Tourismusschulen vorbereitet, im praktischen Unterricht verankert und im Rahmen des Unterrichtsgegenstandes „Küchenführung und Organisation“ auf ihre Tauglichkeit getestet.

Entwicklung und Produktion von ökologischen Deckenbauplatten aus Schafwolle

Das Ziel ist, eine 100% biologische Trockenbauplatte nach cradle-to-cradle-Prinzip zu entwickeln. „Whisperwool ÖKO“ soll eine nachhaltige und gesunde Alternative zu Rigips-, Span- oder Metalllochplatten für den Einsatzbereich Akustikverkleidungen, abgehängtes Deckensystem und Wandverkleidung bieten. Der derzeitige Prototyp der Whisperwool-Platte besteht zu 50% aus Schafwolle und zu 50% aus PE-Stützfasern. Die Vision ist eine Ökologisierung, mit dem Ziel, dass nach der Nutzungszeit – sofern kein Recycling zur Anwendung kommt – das Material zu 100% biologisch abbaubar ist bzw. als Dünger zum Einsatz kommen kann.
Dadurch können die umweltrelevanten Nachteile von konventionellen Trockenbauplatten / Akustikanwendungen und deren Abfallanfall vermieden werden. Zusätzlich werden die regionalen Schafzüchter unterstützt, und auch deren Wollabfälle reduziert.

Unterrichtsmaterialien für Land- und forstwirtschaftliche Bundes-, Berufs- und Fachschulen

Die SchülerInnen von land- und forstwirtschaftlichen Schulen (LFS) kommen in ihrem zukünftigen Berufsumfeld mit unterschiedlichen Stoffkreisläufen in Berührung, bei welchen auch Abfälle anfallen. Um das Lehrpersonal bei der Umsetzung eines ganzheitlichen Bildungsauftrags zu unterstützen, werden Unterrichtsmaterialien erarbeitet, welche von den Lehrenden schnell, einfach und ohne zusätzlichen Mehraufwand im Unterricht eingesetzt werden können. Ziel ist es dabei verschiedene Themen der Abfallvermeidung zu erfassen und durch Reflexion mit entsprechenden Strategien auf das eigene Verhalten im zukünftigen Berufsumfeld zu reagieren. Durch eine Testphase an drei Pilotschulen mit anschließendem Feedback durch Lehrkräfte und SchülerInnen werden die Materialien maßgeschneidert auf die Ausbildungssparte zugeschnitten und finalisiert.

Methoden der Abfallvermeidung und Ressourcenschonung im Verpackungsbereich

Im Rahmen des Projektes entwickelt der Fachbereich „Verpackungs- und Ressourcenmanagement“ des FH Campus Wien eine neue, integrierte Lehrveranstaltung mit dem Titel „Methoden der Abfallvermeidung und Ressourcenschonung im Verpackungsbereich“ im Umfang von vier bis sechs Semesterwochenstunden, die im Rahmen einer offenen Lehrveranstaltung (=für alle Fachbereiche) abgehalten wird. Bereits vorhandene Grundlagen für den Lehrinhalt des Fachbereiches werden genutzt und in Zusammenarbeit mit Studierenden und Studiengangleitern departmentübergreifend umfassend überarbeitet (v.a. Case Studies), um auf die Bedürfnisse der anderen Berufsgruppen und Branchen einzugehen. Darüber hinaus wird ein Forschungskatalog entwickelt, der aktuelle, praxis-relevante Themen aus dem Bereich der Abfallvermeidung beinhaltet und den Studierenden als Themen für Bachelorarbeiten zur Verfügung stehen wird.

Entwicklung des Lehrprogramms AbBau - Abfallvermeidung durch nachhaltige Bauprodukte und dessen Integration in österreichische HTLs

Im Laufe dieses Projektes werden Lehrunterlagen für höhere technische Lehranstalten (HTL) mit dem Schwerpunkt nachhaltige Produktentwicklungsprinzipien („Design for Sustainability - DfS“) in der Baubranche ausgearbeitet, mit dem Ziel diese mittelfristig in den Unterricht und langfristig in den Lehrplan zu integrieren. SchülerInnen soll mittels Lebenszyklusansatz vermittelt werden, wie Gebäude aus ganzheitlicher Sicht geplant werden können. Zunächst erfolgt eine Statuserhebung bzgl. der Lehrinhalte auf deren Basis anschließend die modular aufgebauten Unterlagen in Abstimmung mit HTL-Lehrenden ausgearbeitet werden. Diese werden in HTLs (Bautechnik, Hochbau, Tiefbau, Innenausbau) angewandt, getestet, evaluiert und gemäß Feedback adaptiert. Durch Stakeholderbeteiligung soll eine Verwendung der Unterlagen über der Projektlaufzeit hinaus gewährleistet werden.

Abfallvermeidung in der österreichischen Hotellerie

Ziel dieses Projektes ist die Vermeidung von Abfällen in der österreichischen Hotellerie unter Einbeziehung der gesamten Lieferkette bis zum Gast. Mit den vier Pilothotels (Boutiquehotel Stadthalle, Steigenberger Hotel Herrenhof und Hotel Sans Souci in Wien sowie Hotel Übergossene Alm in Dienten/Salzburg) werden abfallvermeidende Maßnahmen erarbeitet und in einer 6-monatigen Testphase umgesetzt. Abfallzahlen und Erfahrungen werden in Zielerreichungsgesprächen und Workshops mit den Pilothotels evaluiert und abschließend in einem Leitfaden für die gesamte österreichische Hotellerie aufbereitet. Innovativ ist die ganzheitliche Herangehensweise und Berücksichtigung der gesamten Lieferkette bis zum Gast.

Smart Citizens Building Tour 2018

Das Hauptziel ist die Entwicklung und der Bau eines mehrgeschossigen, aus Selbstbau-Modulen bestehenden Holzleichtbau-Prototyps, der sowohl moderne digitale Produktionsmethoden als auch klassische Selbstbauprozesse vereint, um die Vermeidung von Abfall in der urbanen Bauwirtschaft durch intelligenten Einsatz nachwachsender Rohstoffe zu erzielen. Das Projekt zielt darauf ab, zukünftig öko-sozialen Wohnbau ohne mineralölbasierte Materialien realisieren zu können und mit nachwachsenden Rohstoffen einen vergleichbaren Kostenrahmen einzuhalten. Dabei wird ein technischer Reifegrad angestrebt, mit dem es möglich sein soll, die entwickelte Bautechnologie in der Praxis einzusetzen und langfristig das partizipativ-kreative Potenzial sowie den Mitgestaltungswillen empowerter Smart Citizens in die Entwicklung des zukünftigen Care & Repair Urbanismus miteinzubinden.

Abfallvermeidung im österreichischen Lebensmittelgroßhandel

Ziel des Projektes ist es, gemeinsam mit einem Großhandelsunternehmen als Partner und weiteren Unternehmen (die im Laufe des Projektes gewonnen werden), die Daten an vermeidbaren Lebensmittelabfällen im Lebensmittelgroßhandel zu erheben und für Österreich hochzurechnen. Weiters soll Umrechnung von monetären Abschreibungen in tatsächliche Gewichtsangaben erfolgen, um schließlich Vermeidungsmaßnahmen zu erarbeiten und umzusetzen. Großhandelsunternehmen, die im Zuge des Projektes noch zur weiteren Datenerhebung gefunden werden, erhalten als Benefit eine Abfallanalyse, Vermeidungspotentialerhebung und Maßnahmenentwicklung. Es sollen mit mindestens fünf der teilnehmenden Unternehmen Maßnahmen entwickelt, und mindestens eine Maßnahme pro Betrieb umgesetzt.

PURES aus BROT. Brotveredelung 2.0

Brot stellt in Statistiken zur Lebensmittelverschwendung den absoluten Spitzenreiter dar. Mit diesem Projekt möchte der Förderwerber – eine Supermarktkette mit eigener Bäckerei - zeigen, dass elegante Lösungen zur Lebensmittelabfallvermeidung machbar und zukunftsweisend sind. Im Zuge eines Pilotprojekts wurden erste Schritte gesetzt, um wertvolles Restbrot nicht weiter zu entsorgen, sondern in Form von Schnapsbrennen zu veredeln und zu vermarkten. Ziel ist es nun, den erfolgreichen Pilot auf professionelle Beine zu stellen und aus sämtlichen im Produktionsprozess anfallenden Restmengen an Brot und Teig hochwertigen „Brot-Alkohol“ zu erzeugen, und darauf aufsetzend neue Produkte zu entwickeln.

ReUse-Substitutionspotential aktueller 60er- 80er- Jahre-Bauten

Das Projekt befasst sich mit der Substitution von Bauteilen aus Primärrohstoffen durch ReUse-Bauteile vor allem von Rückbau-Gebäuden aus den 1960er – 80er Jahren. Durch Nachnutzungskonzepte und konkrete Substitutionsvorschläge soll der ReUse Anteil vervielfacht werden. Anhand von zwei konkreten Bauvorhaben wird die reale Abwicklung des ReUse-Einsatzes exemplarisch durchgeführt. Ein Ziel ist es Rahmenbedingungen für ReUse als eingetragene Marke im Bauwesen zu erarbeiten und ReUse als Teil der „Standard-Einbaumethode“ zu etablieren. Die interne juristische Begleitung des Projektes wird wertvollen Aufschluss darüber geben, wo strukturelle und rechtliche Barrieren zu sehen sind, ob besondere Hürden etwa bei der Suche nach Kompetenzen auftreten undin welchen Feldern und Bereichen Risiken lauern, die es abzusichern gilt.

MehrWert für Innsbruck - Coffee-to-go im MehrWegbecher

In Innsbruck wurde von einem Unternehmen zur Gemeinschaftsverpflegung, zwei Tiroler Bäckereiketten und einem Betreiber von Coffeeshops mit wissenschaftlicher Begleitung durch eine Universität ein Mehrwegbecher-Projekt gestartet. Zunächst werden bei den Partnerbetrieben in Innsbruck Mehrwegbecher zu einem günstigen Preis zum Kauf angeboten. Die erste Füllung ist gratis. Bei der Wiederbefüllung dieser oder eigener Becher erhält der Kunde einen Rabatt. Als wesentlicher Teil des Projektes wird eine begleitende Bewusstseinsbildungskampagne entwickelt und gemeinsam mit der Stadt Innsbruck, dem Land Tirol und weiteren Akteuren durchgeführt, um den Innsbrucker bzw. Tiroler Bevölkerung die negativen Umweltauswirkungen durch den exzessiven Verbrauch von Einwegbechern näherzubringen. Die regelmäßige Wiederholung der Informationsaktivitäten wird sicherstellen, dass die erworbenen Mehrwegbecher auch verwendet werden, denn nur dann ergibt sich ein Nutzen für die Umwelt. Weitere Betriebe sollen als Partner gewonnen werden. Ergänzend zum Mehrwegbecher wird ein Konzept zur Einführung eines Pfandsystems erstellt und gegebenenfalls. getestet. Außerdem wird das Projekt durch Nutzerbefragungen und Effizienzüberprüfungen begleitet.

Haushaltskurse und Unterrichtsmaterialien für „Deutsch als Fremdsprache“ bzw. „Deutsch als Zweitsprache“-Kurse: Weniger Mist machen und Geld sparen!

In Workshops, welche im Rahmen des vorliegenden Projektes für „Deutsch als Fremdsprache“ (DaF) und Deutsch als Zweitsprache (DaZ)-Kurse entwickelt werden, wird Abfallvermeidung und die damit verbundene Kostenersparnis im Alltag thematisiert. Das Thema wird spielerisch aufbereitet. Zusätzlich erhalten die KursbetreuerInnen von DaF/DaZ-Kursen weiterführende Unterlagen zum Thema Abfallvermeidung. Die Materialien werden in einer Pilotphase in 6 Workshops im Rahmen eines gemeinsamen Restlkochens angewendet, wobei Tipps zur Lebensmittelabfallvermeidung gegeben werden. Die Workshops werden im Rahmen der DaZ-Kurse der Wiener Volkshochschulen (VHS) durchgeführt. Die Methoden, Stundenbilder und Unterrichtsunterlagen werden in der Pilotphase adaptiert, anschließend aktiv den Unterrichtenden an allen österreichischen Standorten der Volkshochschulen und weiteren Plattformen der DaF/DaZ-Ausbildung, z. B. Wirtschaftsförderungsinstitut der Wirtschaftskammer Wien (WIFI), Berufsförderungsinstitut (BFI), Österreichischer Integrationsfonds (ÖIF) und NPOs zur Verfügung gestellt.

Webinarmodul Abfallvermeidung für Abfallberater/innen und weitere Multiplikator/innen

Inhalt des Projekts ist die Erarbeitung und Umsetzung eines Curriculums zum Thema „Abfallvermeidung“ für kommunale AbfallberaterInnen und weitere MultiplikatorInnen. Ziel des Ausbildungsmodules ist es, dass die TeilnehmerInnen nach Absolvierung des Kurses in der Lage sind, einen lokalen oder regionalen Abfallvermeidungsplan für ihre Gemeinde oder ihr Verbandsgebiet zu erstellen, die Umsetzung zu begleiten und die Auswirkungen der Maßnahmen zu evaluieren. Um langfristig erfolgreich sein zu können, ist der lokale oder regionale Abfallvermeidungsplan idealerweise ein „lebendes“ Arbeitsdokument, das sich weiterentwickelt und in das die in dieser Entwicklung gemachten Erfahrungen wieder rückfließen. Hintergrund für die Wahl des Webinar-Ansatzes ist die Tatsache, dass dadurch eine zeit- und ressourcenintensive Anreise für die Teilnahme am Ausbildungsmodul entfällt, und damit die größte Hürde zur Teilnahme an der Ausbildung eliminiert wird.

Erhebung der Möglichkeit der Reduktion von Lebensmittelabfallverpackungen

Dieses Projekt zielt darauf ab bei allen 4 teilnehmenden Projektpartnern eine Verpackungsmaterialreduktion bei Folienverpackungen von mindestens 5-10% herbeizuführen. Eine große Herausforderung ist die fortlaufende Sicherstellung der Maschinengängigkeit trotz neuer Verpackungslösungen. Des Weiteren dürfen die Rohstoffeinsparungen keine negative Auswirkung auf den Produktschutz zeigen. Im Bereich der Kartonagen werden ebenfalls Einsparungspotentiale gesehen. Hier werden die Anforderungen an die eingesetzten Kartonagen erhoben und von Lieferanten geeignete Reduktionsvorschläge angefordert und diskutiert. Eine mögliche Umstellung erfolgt nach erfolgreichen Praxistests. Die umweltseitigen Optimierungen sollen über mehrere Kommunikationskanäle an den Kunden weitergegeben werden, um die Unternehmensposition sowie das Umweltbewusstsein zu stärken.

Erarbeitung und Einführung der 0,33 Liter Bier-Mehrwegflasche im österreichischen Lebensmitteleinzelhandel

Ziel des Projektes ist es, eine standardisierte 0,33 Liter Mehrweg-Bierflasche für den österreichischen Markt einzuführen. Im Zuge der Umsetzung ist eine Arbeitsgruppe des Logistikverbund Mehrweg (L-MW) ins Leben gerufen worden. Diese hat zur Aufgabe eine standardisierte, praktikable und ressourcenschonende 0,33 Liter Bierflasche zu konzeptionieren und zu testen. In dieser Arbeitsgruppe nehmen VertreterInnen aus dem Lebensmitteleinzelhandel, Brauereien, Forschung, Verpackungsherstellung, Poolingsysteme, etc. teil. Gemeinsam mit den Mitgliedern der Arbeitsgruppe werden zu Anforderungen an die Mehrwegflasche definiert und abgestimmt, dabei ist auf die Kriterien der Abmessungen und Gewicht bis zu Produktpräsentation und Marketingfähigkeit zu achten.

Integration des Themas „Abfallvermeidung“ in die Aus- und Weiterbildung im Baugewerbe – Ausrollung der Ergebnisse auf Österreich

Das Ziel des Projekts ist die Weiterentwicklung und Dissemination der im Zuge des Vorprojekts erstellten Lehrmaterialien für die Lehrlings-, die HTL-, die Bauhandwerker- sowie die Werkmeister- und Baumeisterausbildung zum Thema „Abfallvermeidung im Baugewerbe“. Diese Lehrmaterialien werden in allen relevanten Ausbildungseinrichtungen österreichweit vorgestellt und gegebenenfalls an regionale und bundeslandspezifische Rahmenbedingungen angepasst. Die Lehrunterlagen werden weiterentwickelt: regionale Praxisbeispiele, Praxisguides, Verknüpfung zu verwandten Unterrichtsfächern. Diese Maßnahmen dienen zur Verankerung des Themenfeldes „Abfallvermeidung im Baugewerbe“ im Regelunterricht und initiieren österreichweite einheitliche Standards im Bereich der Abfallvermeidung im Baugewerbe.

Food Waste Coaches & Ausbildungsangebote für Großküchen

Im Projekt werden Großküchen-MitarbeiterInnen zu „Food Waste Coaches“ ausgebildet, die innerbetriebliche Lebensmittelabfallvermeidung durch Trainings und Coaching vorantreiben. Hierfür werden zuerst in Peer-to-Peer Workshops gute und schlechte Standorte zusammengebracht und Lösungsansätze erarbeitet. Danach werden in einem Train-the-Trainer Programm die besten KandidatInnen geschult und mit ihnen Lehrmaterialien und Schulungsformate entwickelt. Zur Umsetzung ihrer Aufgaben werden die Coaches mit modular anwendbaren Workshop-Formaten, Tools und Materialien ausgestattet. Durch die enge Verzahnung mit Online-Monitoringsystem „Moneytor“ wird eine flächendeckende Anwendung der neu geschaffenen Coaching- und Trainingsangebote in der österreichischen Gemeinschaftsverpflegung sichergestellt.

Etablierung von Mehrweg-Ladungsträgern für gemischte Sortimentskartons im Lebensmitteleinzelhandel

Ziel des vorliegenden Projektes ist es eine praktikable, standardisierte und ressourcenschonende (abfallvermeidende) Alternative zu Einweg-Misch-Trays zu schaffen. Im österreichischen Lebensmitteleinzelhandel werden bei vielen Produktgruppen sogenannte gemischte Sortimentskartons angefordert und in den Filialen platziert. Die Industrie produziert Kartons mit sortenreinem Inhalt (z.B. Milch), der Handel fordert sie gemischt an (z.B. Milch und Buttermilch), um Artikel platzsparender anzubieten. Co-Packing Unternehmen bereiten diese Sortimentsmischkartons auf. Im Rahmen des Logistikverbund Mehrweg (L-MW) soll die Idee einer Mehrweglösung für Misch-Trays erarbeitet und umgesetzt werden. Die Hauptaufgabe des Projektes ist die Umsetzungsphase, bei der die Prototypen hergestellt und am Point-of-Sale getestet werden.

Green Producing - Abfallvermeidung in der Wiener Film-, Fernseh- und Theaterbranche

Bei Film-, Fernseh- und Theaterproduktionen entstehen oft Abfälle, wie Verpackungen, Möbel und Textilien, die Großteils vermeidbar wären. Durch gezielte Vernetzung werden die Themen Ressourcenschonung und nachhaltige Beschaffung von Materialien, Verpackungen und Requisiten erstmals in dieser Branche im Großraum Wien diskutiert. Unter Einbindung der relevanten Akteure werden Möglichkeiten der Abfallvermeidung erarbeitet und hemmende und fördernde Faktoren, sowie Best Practice Beispiele für die Umsetzung von Abfallvermeidungsmaßnahmen erhoben und verbreitet. Die Ergebnisse werden für die Akteure praxisorientiert und in Form eines Factsheets aufbereitet. Dabei stehen unmittelbar anwendbare Handlungsempfehlungen und nützliche Informationen für EntscheidungsträgerInnen im Fokus.

Methodenset zum Bau der Low Waste Pyramide

Mit dem Bauen der Low Waste Pyramide werden SchülerInnen auf das eigene Abfallaufkommen aufmerksam gemacht und zur Abfallvermeidung motiviert. In einem Workshop, welcher im Rahmen des vorliegenden Projektes entwickelt wird, wird Abfallvermeidung und die damit verbundene Kostenersparnis im Schul-Alltag thematisiert. Das Thema wird spielerisch, mit Hilfe einer Pyramide und praktischen Anwendungen im Unterricht für die Zielgruppe leicht verständlich aufbereitet. Zusätzlich erhalten die beteiligten PädagogInnen weiterführende Unterlagen zum Thema Abfallvermeidung. Die Workshops sollen langfristig ohne externe Begleitung in Schulen mittels der Methodensets umgesetzt werden können. Die Projektergebnisse werden österreichweit PädagogInnen kostenlos online zur Verfügung gestellt.