Laufende Förderprojekte

Im Rahmen der Abfallvermeidungs-Förderung der Sammel- und Verwertungssysteme für Verpackungen werden die folgend genannten und beschriebenen Projekte gefördert:

Öko-Effizienz in der der österreichischen Lebensmittelverarbeitung: Analyse, Bewertung, Optimierung der Masseflüsse von Lebensmitteln und festen Lebensmittelabfällen

Der Gegenstand der Förderung umfasst die Identifikation und praktische Umsetzung von Maßnahmen zur Vermeidung von Produktionsabfällen in der österreichischen Lebensmittelverarbeitung. In Zusammenarbeit mit konkreten lebensmittelverarbeitenden Betrieben aus ausgewählten Branchen werden individuelle, branchenspezifische als auch branchenübergreifende Optimierungspotenziale erfasst, Maßnahmen zur Abfallreduktion sowie deren Barrieren, Hemmnisse und Möglichkeiten zur Überwindung der Hemmnisse anhand von Best-Practice-Beispielen aufgezeigt. Eine Handlungsanleitung zur praktischen Umsetzung von Maßnahmen hinsichtlich Abfall-Vermeidung/Optimierung/Minimierung/Wiederverwendung je Branche und/oder Abfallkategorie für weitere lebensmittelverarbeitende Betriebe, soll eine nachhaltige Wirkung des Projekts auch nach Projektabschluss gewährleisten.

Minimierung des Ressourceneinsatzes bei Verpackungen

Es wird der Aufbau des im Titel genannten Themenbereichs an einer Fachhochschule gefördert. Dazu wird ein Lehrkonzept zur Ressourcenminimierung erstellt, das die Verpackungsproduktion, die Verpackungsentwicklung, das Qualitätsmanagement und die Auswirkungen auf die Füllgüter beinhaltet.

Ökologischer Fußabdruck von SchülerInnen - Bildung für eine nachhaltige Entwicklung, Workshops für Schulklassen der Unter- und Oberstufe

Im Projekt werden Kinder und Jugendliche in die spannende Welt der Forschung, aber auch in die Eigenverantwortung, eingeführt. Alle beteiligten Kinder, Jugendlichen und PädagogInnen setzen sich mit dem Thema Abfallvermeidung und Nachhaltigkeit auseinander. Zur Zielerreichung sollen u. a. veränderte Sichtweisen als Botschaft, wie z. B. das Sehen und Anerkennen von Abfall als WERTstoff, Peer Tutoring Aktivitäten und das Kennenlernen vielfältiger Ausbildung-, Berufs- und Karrierechancen beitragen.

Abfallvermeidung in der österreichischen Lebensmittelindustrie

Projektinhalt ist in erster Linie die Erhebung und Darstellung des Status Quo „Lebensmittelabfälle in der Lebensmittelindustrie in Österreich: Zahlen, Gründe und Maßnahmen". Es wird eine qualitative Erhebung mit Branchenvertretern der Lebensmittelindustrie zu Mengen- und Qualitätseinschätzung, Zusammensetzung des Abfalls, Gründe des Anfalls, derzeitigen Entsorgungswegen, Maßnahmen zur Vermeidung, ... sowie Handlungsbedarf und Optimierungsmöglichkeiten durchgeführt. Aufbauend auf den Erhebungen werden branchen- und unternehmensspezifische Lösungen zur Lebensmittelabfallvermeidung erarbeitet und konkret im Betrieb umgesetzt.

Re-Use Burgenland: Herbstsammlungen 2016 in Abfallsammelstellen

Im Herbst 2016 erfolgt im Burgenland eine Sammelaktion von wiederwendbaren Gegenständen bei Abfallsammelstellen in allen Bezirken. Dazu werden in allen Bezirken in Gesprächen mit den jeweiligen sozialwirtschaftlichen Einrichtungen Abfallsammelstellen ausgewählt und Sammeltermine vereinbart. Der BMV übernimmt die Information der Bevölkerung im Einzugsgebiet und begleitet die Sammeltage mit seinen Abfallberatern. Die sozialwirtschaftlichen Einrichtungen übernehmen die potentiell Re-Use-fähigen Waren und führen die Vorbereitung zur Wiederverwendung durch. Die Waren werden in den Gebrauchtwarengeschäften der sozialwirtschaftlichen Einrichtungen verkauft. Eine hinreichende Mengendokumentation ermöglicht die Darstellung der wieder in Verkehr gebrachten Waren.

Leihladen Starter Kit

Idee des Leihladen („Leila“) ist, dass Gebrauchsgegenstände mit anderen Menschen geteilt und gemeinsam genutzt werden. Um den Ausbau einer Leihladen-Struktur in Österreich zu erleichtern, wird im Rahmen des geförderten Projekts ein „Leila Starter Kit“ (kurz LSK) entwickelt, wodurch engagierte Einzelpersonen oder Gruppen bei der Gründung eines neuen Leihladens unterstützt werden. Das Leila Starter Kit bündelt die in mehreren europäischen Ländern bereits in Pilotprojekten gesammelten Erfahrungen und ermöglicht dadurch die schnelle und strukturierte Organisation des Gründungsprozesses.

Repair Cafes im Salzburger Seenland

Im Rahmen des geförderten Projektes sollen in 11 Gemeinden des Salzburger Seenlandes Repair Cafes durchgeführt werden. Die Termine werden in geeigneter Form angekündigt und sind für alle Interessierten offen. Vor Ort in den Gemeinden wird es eigene Ansprechpartner geben, welche durch freiwillige Helfer bei der Umsetzung der Repair Cafes unterstützt werden. Nach dieser Anlaufphase sollen die Veranstaltungen zukünftig regelmäßig durchgeführt werden.

Repair Cafe - Tirol lokal

In Tirol wurden im Rahmen eines Pilotprojektes 43 Repair Cafes durchgeführt. Mit den Erfahrungen aus dem Pilotprojekt soll die Idee der Repair Cafes in Tirol verbreitet und in möglichst vielen Tiroler Gemeinden umgesetzt werden. Daraus sollen sich schlussendlich eigenständige Initiativen in den Tiroler Gemeinden etablieren, die nach Projektschluss selbstständig weiterlaufen.

KinderuniWien - Schwerpunkt Ressourcenschonung und Abfallvermeidung

Bei zwei Vorlesungen und einem Workshop im Rahmen der KinderuniWien sollen bis zu 260 Kinder mit den Thema Ressourcenschonung und Abfallvermeidung erreicht werden. Bei der Kinderuni on Tour werden an insgesamt 10 Tagen in 10 verschiedenen Parks in Wien den Kindern Wissenschaft und Forschung näher gebracht. Eigene "Wissenschaftsboxen"werden den Themen Abfallvermeidung und Ressourcenschonung gewidmet. Sammelkarten mit Experiment-Anleitungen, die die Kinder ermutigen, sich auch zu Hause mit den Themen zu beschäftigen, ergänzen das Projekt. Das Ziel dabei ist, schon bei den Jüngsten ein Bewusstsein für die Bedeutung von sorgsamem Umgang mit Rohstoffen, für nachhaltiges Handeln und bewussten Konsum zu verankern.

Produktumstellung Minipalette zu SRP-Mehrweg-Dolly

Zukünftig soll neben dem vorwiegenden Einsatz von Mehrweg-Glasgebinden (Bierflaschen) auch die verwendete Transportverpackung auf Mehrwegsysteme umgestellt werden. Das bisher verwendete Verpackungssystem mit Einweg-Minipalette und der zusätzlich nötigen Sekundärverpackung wird vollständig zugunsten eines SRP-Dolly-Mehrwegsystems aufgelassen. Die SRP-Dolly-Verpackung (SRP = Shelf Ready Packaging) ist eine rollende Kunststoff-Viertelpalette mit Kunststoff-Trays für die lagenweise Anordnung der Flaschen in 6-er Flaschenträgern; die Kunststoff-Viertelpalette und die Kunststoff-Trays werden als Mehrwegsystem geführt. Neben der Einsparung von Verpackungsmengen bedeutet diese Umstellung auch ein vereinfachtes Handling und eine bessere Platzierbarkeit am POS. Der Rücktransport der Leerflaschen erfolgt ausschließlich über die Mehrweg-Kunststoff-Trays auf Mehrwegpaletten zurück in die Brauerei, d. h., auch für den Rücktransport werden keinerlei zusätzliche Verpackungen verwendet.

Verpackungsoptimierung

Das derzeit in Verwendung befindliche System zur egalisierten Verpackung von Hühnerteilen produziert Abfall in Form von Plastikverpackungstassen und Verpackungsmaterial (Folie, Etiketten, Saugeinlagen). Dies liegt daran, dass untergewichtige Packungen erst am Ende der Prozesskette gewogen und aussortiert werden. Verpackungen, die sich nicht im zugelassenen Rahmen des egalisierten Gewichts befinden, müssen per Hand aufgerissen und das Verpackungsmaterial entsorgt werden. Durch zielgerichtete Investitionen und den Aufbau neuer Prozesse auf den Verpackungslinien soll der Verpackungsabfall auf beinahe Null reduziert werden. Neben der Verringerung des Abfalls werden auch kürzere Stehzeiten der Maschinen erwartet, da die „Crashes“ durch falsch liegende Tassen komplett ausgeschaltet werden sollten. Dies bedeutet schlussendlich eine effizientere Auslastung der Anlagen.

Förderschnecke als Ersatz für das ansteigende Förderband H959

Im Produktionsprozess erfolgt der Einsatz eines Förderbands zur Beförderung eines pulverförmigen Produktes (Gips und Zuschlagstoffe). Aufgrund der sehr hohen Fließfähigkeit des Produktes, die durch nicht vermeidbare hohe Temperaturen an dieser Stelle des Prozesses nochmals erhöht wird, kommt es, begünstigt durch die Steigung, zu einem Austreten des Produktes. Bei Bodenberührung in diesem Zustand kann kein Recycling erfolgen, da eine Verunreinigung nicht ausgeschlossen ist. Durch den Austausch des Förderbandes auf eine Förderschnecke soll die in diesem Prozessschritt entstehende Abfallmenge auf Null reduziert werden.

Stop Waste - Save Food

Das vorliegende Projekt soll der Frage nachgehen, ob verbesserter Schutz und verlängerte Haltbarkeit von Lebensmitteln durch optimierte und innovative Verpackungssysteme eine Reduktion von Lebensmittelabfällen im Handel und insbesondere auf Konsumentenebene erreichen können und ob durch diese Verpackungslösungen und die dadurch erzielte Abfallreduktion auch tatsächlich ökologische und ökonomische Verbesserungen erzielt werden. Der Fokus liegt einerseits auf der Entwicklung von für spezifische Produkte optimierten Verpackungen, andererseits auf der Entwicklung einer Methode zur Datenerhebung auf Konsumentenebene in Bezug auf Lebensmittelabfälle. Die Entwicklung und Optimierung der Verpackungssysteme erfolgt anhand spezifischer Fallbeispiele für bestimmte Lebensmittelgruppen, welche auch direkt bei KonsumentInnen getestet werden sollen. Durch objektive Life-Cycle-Analysen wird eruiert, ob auch tatsächlich ökologische Verbesserungen erreicht werden.

Managementstrategien zu Vermeidung von Lebensmittelabfällen

Im Projekt werden vor allem Bereiche zur Lebensmittelabfallvermeidung fokussiert, die noch Lücken in der Umsetzung aufweisen. Das ist z. B. die Vermeidung von Lebensmittelabfällen aus der Landwirtschaft. Hier fehlt es noch völlig an den Grundlagendaten und ebenso an den Umsetzungsmaßnahmen. Der zweite Fokus liegt auf Haushalten. Hier sind zwar bereits Zahlen zum Aufkommen und auch Maßnahmen bekannt, die vorhandenen Daten beziehen sich aber ausschließlich auf Restmüll. Zahlen zu Lebensmittelabfällen im Biomüll oder im Abwasser fehlen. Aktuelle Maßnahmen zeigen bisher kaum Wirkung. Hier werden einerseits Hinderungsgründe analysiert und entsprechend neue Lösungsansätze implementiert, andererseits werden mit dem Einsatz von sozialen Medien und IT-basierten Lösungen völlig neue Wege beschritten. Weiters werden Pilotaktionen entlang der Wertschöpfungskette sowie die Erarbeitung von Leitfäden und Lern- und Ausbildungseinheiten für ausgewählte Akteure umgesetzt.

BauKarussell – Abfallvermeidung im Gebäuderückbau

Das Projekt soll anhand von Leuchtturmprojekten ein „BauKarrussel“ etablieren. Dabei werden durch sozialökonomische Betriebe für eine Wiederverwendung geeignete Gebäude­bauteile / Bauprodukte (z. B. Fenster, Türen, Heizkörper), Bauelemente (z. B. Treppen, Wand- / Deckenverkleidungen) und Ausstattungsobjekte aus Abbruch- und Sanierungs­objekten ausgebaut, um diese zu veräußern bzw. andernorts wieder einzubauen. Für den Vertrieb wird auf bestehende Infrastrukturen im Sinne einer Netzwerklösung zurückgegriffen. Der fachkundige Ausbau von Bauelementen ist personal- und zeitintensiv und nur dann rentabel, wenn bereits vor dem Ausbau der Verkauf und Wiedereinbau der gewonnenen Teile durch eine vernetzte Gesamtplanung von Aus- und Wiedereinbau gesichert werden kann. Aufgrund der Personalintensität im Bereich schonender manueller Demontage ist die Einbindung der Sozialwirtschaft naheliegend.

Umsetzungskonzept für eine Re-Use-Kooperation in Korneuburg

Die Kommune strebt eine Kooperation mit einer sozialwirtschaftlichen Einrichtung im Bereich „Re-Use“ an. Im Fokus stehen dabei Sammlung, Aufbereitung und Verkauf von gebrauchten Produkten aus unterschiedlichen Bereichen, wie Möbel, Altwaren, Hausrat, Textilien, Elektro- und Elektronikgeräte etc. Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung werden auch Personen mit Produktivitätseinschränkung oder Vermittlungshindernissen (z. B. Langzeit-beschäftigungslose) Arbeitsmöglichkeiten geboten, um diese Zielgruppen an den ersten Arbeitsmarkt heranzuführen. Im Projekt wird ein Umsetzungskonzept für den Aufbau einer Re-Use-Kooperation mit einer sozialen Einrichtung erstellt.

Integration des Themas „Abfallvermeidung“ in die Aus- und Weiterbildung im Baugewerbe

Im Zuge des Projektes wird das Themenfeld „Abfallvermeidung, Ressourcenschonung, Nachhaltigkeit“ in die Aus- und Weiterbildung von Personen im Baugewerbe integriert. Die entwickelten Lehrinhalte und Lehrmaterialien sollen die SchülerInnen bzw. die Auszubildenden mit dem Rüstzeug ausstatten, das sie für die Berücksichtigung der Abfallvermeidung und des schonenden Umgangs mit den Ressourcen in ihrer beruflichen Tätigkeit benötigen.
Die Entwicklung der Inhalte erfolgt in Wien, eine erste Umsetzung ebenfalls. Zukünftig ist eine Ausrollung auf Österreich durchaus denkbar.

Sei ein Held! Lass nichts liegen!

Inhalt des Projekts ist die Erarbeitung eines Storyboards zur Abfallvermeidung für VolksschülerInnen in Niederösterreich. Erweiternd sollen auch Abfallvermeidungsmaßnahmen wie wiederverwendbare Boxen zur Essensaufbewahrung oder die Erstellung der „Einfach Weg“-Mappe und Arbeitsblätter umgesetzt werden.
Die "Einfach Weg"-Mappe wurde so gestaltet, dass sie zukünftig in der Ausbildung der Lehrer/innen eingesetzt werden kann. Die Online-Version kann erweitert und bei Veränderungen in der Abfallwirtschaft aktualisiert werden. Die Geschichte „Sei ein Held!“ wurde in Form eines kindgerechten Animationsfilms realisiert und enthält nun die Abfallvermeidung, den richtigen Umgang mit der Natur, aber auch was passiert, wenn Abfälle in der Natur unbedacht liegen gelassen werden und wie sie richtig entsorgt werden. Zusätzlich wurden Begleitmaßnahmen wie Hörbuch, Pixi-Heft, Sticker,… erstellt.

Abfallvermeidungsunterricht in Tourismusschulen

Der Fokus auf die Ausbildung von zukünftig im Tourismus, Hotellerie und Gastronomie tätigen und verantwortlichen Personen beeinfluss jenen Bereich, der außerhalb des Haushaltsbereichs ein besonders hohes Potential für die Vermeidung von v.a. Lebensmittelabfällen in sich birgt.
Ziel des Projektes ist, das Thema „Abfallvermeidung“ im Regelunterricht von Tourismusschulen zu implementieren und in weiterer Folge in den Curricula von Tourismusschulen zu verankern. Dazu werden gemeinsam mit Direktoren und Lehrenden von drei Pilotschulen Lehrinhalte mit dem Fokus auf Lebensmittelabfallvermeidung speziell für die Zielgruppe Tourismusschulen vorbereitet, im praktischen Unterricht verankert und im Rahmen des Unterrichtsgegenstandes „Küchenführung und Organisation“ auf ihre Tauglichkeit getestet.

Roll-Out eines Managementsystems zur Vermeidung von Lebensmittelabfall in der Gemeinschaftsverpflegung

Aus einem laufenden Monitoring-Pilotprojekt für die Gemeinschaftsverpflegung (GV) soll ein System abgeleitet und entwickelt werden, das in ganz Österreich funktioniert und ausgerollt werden kann. Betriebe können ihre Daten laufend in ein Online-Tool eingeben und sich mit der Branche und ähnlichen Betriebstypen vergleichen. Das Management wird bei wiederholten Überschreitungen alarmiert und über sinnvolle Gegenmaßnahmen informiert.
Ziel des Projektes ist die Schaffung eines praktikablen Management- und Monitoringsystems zu Lebensmittelabfall, das Küchenbetreibern in Betriebsrestaurants, Krankenhäusern, Pflegeheimen, Schulen, Kindergärten und weiteren relevanten Einrichtungen dabei hilft, die heute vorhandenen Überproduktionen und Tellerretouren kontinuierlich und nachhaltig abzusenken.

Entwicklung und Produktion von ökologischen Deckenbauplatten aus Schafwolle

Das Ziel ist, eine 100% biologische Trockenbauplatte nach cradle-to-cradle-Prinzip zu entwickeln. „Whisperwool ÖKO“ soll eine nachhaltige und gesunde Alternative zu Rigips-, Span- oder Metalllochplatten für den Einsatzbereich Akustikverkleidungen, abgehängtes Deckensystem und Wandverkleidung bieten. Der derzeitige Prototyp der Whisperwool-Platte besteht zu 50% aus Schafwolle und zu 50% aus PE-Stützfasern. Die Vision ist eine Ökologisierung, mit dem Ziel, dass nach der Nutzungszeit – sofern kein Recycling zur Anwendung kommt – das Material zu 100% biologisch abbaubar ist bzw. als Dünger zum Einsatz kommen kann.
Dadurch können die umweltrelevanten Nachteile von konventionellen Trockenbauplatten / Akustikanwendungen und deren Abfallanfall vermieden werden. Zusätzlich werden die regionalen Schafzüchter unterstützt, und auch deren Wollabfälle reduziert.

Optimierung der Abfallvermeidung im Fertighausbau

Ziel des Projektes ist die Optimierung des Fertighausbaus aus Sicht der Abfallvermeidung und des Ressourcenverbrauchs. Dazu werden sämtliche Materialflüsse analysiert, um abfallintensive Prozesse bzw. Bauteile zu identifizieren. Darauf basierend werden Vermeidungsszenarien entwickelt und beurteilt. Dazu zählen z.B. angepasste Produktionsprozesse, Wiederverwendung von Verpackungen, Verwendung langlebiger Produkte, Austauschbarkeit von Komponenten mit geringerer Lebensdauer, usw. Anschließend werden die unterschiedlichen Vermeidungsmaßnahmen aus ökonomischer und ökologischer Perspektive bewertet, um schlussendlich jene Maßnahmen, die sich ökonomisch als vertretbar (günstiger oder nur unwesentlich teurer) und ökologisch als vorteilhaft erweisen, in die Praxis umzusetzen.