Laufende Förderprojekte

Im Rahmen der Abfallvermeidungs-Förderung der Sammel- und Verwertungssysteme für Verpackungen werden die folgend genannten und beschriebenen Projekte gefördert:

Minimierung des Ressourceneinsatzes bei Verpackungen

Es wird der Aufbau des im Titel genannten Themenbereichs an einer Fachhochschule gefördert. Dazu wird ein Lehrkonzept zur Ressourcenminimierung erstellt, das die Verpackungsproduktion, die Verpackungsentwicklung, das Qualitätsmanagement und die Auswirkungen auf die Füllgüter beinhaltet.

Repair Cafes im Salzburger Seenland

Im Rahmen des geförderten Projektes sollen in 11 Gemeinden des Salzburger Seenlandes Repair Cafes durchgeführt werden. Die Termine werden in geeigneter Form angekündigt und sind für alle Interessierten offen. Vor Ort in den Gemeinden wird es eigene Ansprechpartner geben, welche durch freiwillige Helfer bei der Umsetzung der Repair Cafes unterstützt werden. Nach dieser Anlaufphase sollen die Veranstaltungen zukünftig regelmäßig durchgeführt werden.

Repair Cafe - Tirol lokal

In Tirol wurden im Rahmen eines Pilotprojektes 43 Repair Cafes durchgeführt. Mit den Erfahrungen aus dem Pilotprojekt soll die Idee der Repair Cafes in Tirol verbreitet und in möglichst vielen Tiroler Gemeinden umgesetzt werden. Daraus sollen sich schlussendlich eigenständige Initiativen in den Tiroler Gemeinden etablieren, die nach Projektschluss selbstständig weiterlaufen.

Produktumstellung Minipalette zu SRP-Mehrweg-Dolly

Zukünftig soll neben dem vorwiegenden Einsatz von Mehrweg-Glasgebinden (Bierflaschen) auch die verwendete Transportverpackung auf Mehrwegsysteme umgestellt werden. Das bisher verwendete Verpackungssystem mit Einweg-Minipalette und der zusätzlich nötigen Sekundärverpackung wird vollständig zugunsten eines SRP-Dolly-Mehrwegsystems aufgelassen. Die SRP-Dolly-Verpackung (SRP = Shelf Ready Packaging) ist eine rollende Kunststoff-Viertelpalette mit Kunststoff-Trays für die lagenweise Anordnung der Flaschen in 6-er Flaschenträgern; die Kunststoff-Viertelpalette und die Kunststoff-Trays werden als Mehrwegsystem geführt. Neben der Einsparung von Verpackungsmengen bedeutet diese Umstellung auch ein vereinfachtes Handling und eine bessere Platzierbarkeit am POS. Der Rücktransport der Leerflaschen erfolgt ausschließlich über die Mehrweg-Kunststoff-Trays auf Mehrwegpaletten zurück in die Brauerei, d. h., auch für den Rücktransport werden keinerlei zusätzliche Verpackungen verwendet.

Förderschnecke als Ersatz für das ansteigende Förderband H959

Im Produktionsprozess erfolgt der Einsatz eines Förderbands zur Beförderung eines pulverförmigen Produktes (Gips und Zuschlagstoffe). Aufgrund der sehr hohen Fließfähigkeit des Produktes, die durch nicht vermeidbare hohe Temperaturen an dieser Stelle des Prozesses nochmals erhöht wird, kommt es, begünstigt durch die Steigung, zu einem Austreten des Produktes. Bei Bodenberührung in diesem Zustand kann kein Recycling erfolgen, da eine Verunreinigung nicht ausgeschlossen ist. Durch den Austausch des Förderbandes auf eine Förderschnecke soll die in diesem Prozessschritt entstehende Abfallmenge auf Null reduziert werden.

Stop Waste - Save Food

Das vorliegende Projekt soll der Frage nachgehen, ob verbesserter Schutz und verlängerte Haltbarkeit von Lebensmitteln durch optimierte und innovative Verpackungssysteme eine Reduktion von Lebensmittelabfällen im Handel und insbesondere auf Konsumentenebene erreichen können und ob durch diese Verpackungslösungen und die dadurch erzielte Abfallreduktion auch tatsächlich ökologische und ökonomische Verbesserungen erzielt werden. Der Fokus liegt einerseits auf der Entwicklung von für spezifische Produkte optimierten Verpackungen, andererseits auf der Entwicklung einer Methode zur Datenerhebung auf Konsumentenebene in Bezug auf Lebensmittelabfälle. Die Entwicklung und Optimierung der Verpackungssysteme erfolgt anhand spezifischer Fallbeispiele für bestimmte Lebensmittelgruppen, welche auch direkt bei KonsumentInnen getestet werden sollen. Durch objektive Life-Cycle-Analysen wird eruiert, ob auch tatsächlich ökologische Verbesserungen erreicht werden.

Managementstrategien zu Vermeidung von Lebensmittelabfällen

Im Projekt werden vor allem Bereiche zur Lebensmittelabfallvermeidung fokussiert, die noch Lücken in der Umsetzung aufweisen. Das ist z. B. die Vermeidung von Lebensmittelabfällen aus der Landwirtschaft. Hier fehlt es noch völlig an den Grundlagendaten und ebenso an den Umsetzungsmaßnahmen. Der zweite Fokus liegt auf Haushalten. Hier sind zwar bereits Zahlen zum Aufkommen und auch Maßnahmen bekannt, die vorhandenen Daten beziehen sich aber ausschließlich auf Restmüll. Zahlen zu Lebensmittelabfällen im Biomüll oder im Abwasser fehlen. Aktuelle Maßnahmen zeigen bisher kaum Wirkung. Hier werden einerseits Hinderungsgründe analysiert und entsprechend neue Lösungsansätze implementiert, andererseits werden mit dem Einsatz von sozialen Medien und IT-basierten Lösungen völlig neue Wege beschritten. Weiters werden Pilotaktionen entlang der Wertschöpfungskette sowie die Erarbeitung von Leitfäden und Lern- und Ausbildungseinheiten für ausgewählte Akteure umgesetzt.

BauKarussell – Abfallvermeidung im Gebäuderückbau

Das Projekt soll anhand von Leuchtturmprojekten ein „BauKarrussel“ etablieren. Dabei werden durch sozialökonomische Betriebe für eine Wiederverwendung geeignete Gebäude­bauteile / Bauprodukte (z. B. Fenster, Türen, Heizkörper), Bauelemente (z. B. Treppen, Wand- / Deckenverkleidungen) und Ausstattungsobjekte aus Abbruch- und Sanierungs­objekten ausgebaut, um diese zu veräußern bzw. andernorts wieder einzubauen. Für den Vertrieb wird auf bestehende Infrastrukturen im Sinne einer Netzwerklösung zurückgegriffen. Der fachkundige Ausbau von Bauelementen ist personal- und zeitintensiv und nur dann rentabel, wenn bereits vor dem Ausbau der Verkauf und Wiedereinbau der gewonnenen Teile durch eine vernetzte Gesamtplanung von Aus- und Wiedereinbau gesichert werden kann. Aufgrund der Personalintensität im Bereich schonender manueller Demontage ist die Einbindung der Sozialwirtschaft naheliegend.

Integration des Themas „Abfallvermeidung“ in die Aus- und Weiterbildung im Baugewerbe

Im Zuge des Projektes wird das Themenfeld „Abfallvermeidung, Ressourcenschonung, Nachhaltigkeit“ in die Aus- und Weiterbildung von Personen im Baugewerbe integriert. Die entwickelten Lehrinhalte und Lehrmaterialien sollen die SchülerInnen bzw. die Auszubildenden mit dem Rüstzeug ausstatten, das sie für die Berücksichtigung der Abfallvermeidung und des schonenden Umgangs mit den Ressourcen in ihrer beruflichen Tätigkeit benötigen.
Die Entwicklung der Inhalte erfolgt in Wien, eine erste Umsetzung ebenfalls. Zukünftig ist eine Ausrollung auf Österreich durchaus denkbar.

Sei ein Held! Lass nichts liegen!

Inhalt des Projekts ist die Erarbeitung eines Storyboards zur Abfallvermeidung für VolksschülerInnen in Niederösterreich. Erweiternd sollen auch Abfallvermeidungsmaßnahmen wie wiederverwendbare Boxen zur Essensaufbewahrung oder die Erstellung der „Einfach Weg“-Mappe und Arbeitsblätter umgesetzt werden.
Die "Einfach Weg"-Mappe wurde so gestaltet, dass sie zukünftig in der Ausbildung der Lehrer/innen eingesetzt werden kann. Die Online-Version kann erweitert und bei Veränderungen in der Abfallwirtschaft aktualisiert werden. Die Geschichte „Sei ein Held!“ wurde in Form eines kindgerechten Animationsfilms realisiert und enthält nun die Abfallvermeidung, den richtigen Umgang mit der Natur, aber auch was passiert, wenn Abfälle in der Natur unbedacht liegen gelassen werden und wie sie richtig entsorgt werden. Zusätzlich wurden Begleitmaßnahmen wie Hörbuch, Pixi-Heft, Sticker,… erstellt.

Abfallvermeidungsunterricht in Tourismusschulen

Der Fokus auf die Ausbildung von zukünftig im Tourismus, Hotellerie und Gastronomie tätigen und verantwortlichen Personen beeinfluss jenen Bereich, der außerhalb des Haushaltsbereichs ein besonders hohes Potential für die Vermeidung von v.a. Lebensmittelabfällen in sich birgt.
Ziel des Projektes ist, das Thema „Abfallvermeidung“ im Regelunterricht von Tourismusschulen zu implementieren und in weiterer Folge in den Curricula von Tourismusschulen zu verankern. Dazu werden gemeinsam mit Direktoren und Lehrenden von drei Pilotschulen Lehrinhalte mit dem Fokus auf Lebensmittelabfallvermeidung speziell für die Zielgruppe Tourismusschulen vorbereitet, im praktischen Unterricht verankert und im Rahmen des Unterrichtsgegenstandes „Küchenführung und Organisation“ auf ihre Tauglichkeit getestet.

Roll-Out eines Managementsystems zur Vermeidung von Lebensmittelabfall in der Gemeinschaftsverpflegung

Aus einem laufenden Monitoring-Pilotprojekt für die Gemeinschaftsverpflegung (GV) soll ein System abgeleitet und entwickelt werden, das in ganz Österreich funktioniert und ausgerollt werden kann. Betriebe können ihre Daten laufend in ein Online-Tool eingeben und sich mit der Branche und ähnlichen Betriebstypen vergleichen. Das Management wird bei wiederholten Überschreitungen alarmiert und über sinnvolle Gegenmaßnahmen informiert.
Ziel des Projektes ist die Schaffung eines praktikablen Management- und Monitoringsystems zu Lebensmittelabfall, das Küchenbetreibern in Betriebsrestaurants, Krankenhäusern, Pflegeheimen, Schulen, Kindergärten und weiteren relevanten Einrichtungen dabei hilft, die heute vorhandenen Überproduktionen und Tellerretouren kontinuierlich und nachhaltig abzusenken.

Entwicklung und Produktion von ökologischen Deckenbauplatten aus Schafwolle

Das Ziel ist, eine 100% biologische Trockenbauplatte nach cradle-to-cradle-Prinzip zu entwickeln. „Whisperwool ÖKO“ soll eine nachhaltige und gesunde Alternative zu Rigips-, Span- oder Metalllochplatten für den Einsatzbereich Akustikverkleidungen, abgehängtes Deckensystem und Wandverkleidung bieten. Der derzeitige Prototyp der Whisperwool-Platte besteht zu 50% aus Schafwolle und zu 50% aus PE-Stützfasern. Die Vision ist eine Ökologisierung, mit dem Ziel, dass nach der Nutzungszeit – sofern kein Recycling zur Anwendung kommt – das Material zu 100% biologisch abbaubar ist bzw. als Dünger zum Einsatz kommen kann.
Dadurch können die umweltrelevanten Nachteile von konventionellen Trockenbauplatten / Akustikanwendungen und deren Abfallanfall vermieden werden. Zusätzlich werden die regionalen Schafzüchter unterstützt, und auch deren Wollabfälle reduziert.

Optimierung der Abfallvermeidung im Fertighausbau

Ziel des Projektes ist die Optimierung des Fertighausbaus aus Sicht der Abfallvermeidung und des Ressourcenverbrauchs. Dazu werden sämtliche Materialflüsse analysiert, um abfallintensive Prozesse bzw. Bauteile zu identifizieren. Darauf basierend werden Vermeidungsszenarien entwickelt und beurteilt. Dazu zählen z.B. angepasste Produktionsprozesse, Wiederverwendung von Verpackungen, Verwendung langlebiger Produkte, Austauschbarkeit von Komponenten mit geringerer Lebensdauer, usw. Anschließend werden die unterschiedlichen Vermeidungsmaßnahmen aus ökonomischer und ökologischer Perspektive bewertet, um schlussendlich jene Maßnahmen, die sich ökonomisch als vertretbar (günstiger oder nur unwesentlich teurer) und ökologisch als vorteilhaft erweisen, in die Praxis umzusetzen.

Unterrichtsmaterialien für Land- und forstwirtschaftliche Bundes-, Berufs- und Fachschulen

Die SchülerInnen von land- und forstwirtschaftlichen Schulen (LFS) kommen in ihrem zukünftigen Berufsumfeld mit unterschiedlichen Stoffkreisläufen in Berührung, bei welchen auch Abfälle anfallen. Um das Lehrpersonal bei der Umsetzung eines ganzheitlichen Bildungsauftrags zu unterstützen, werden Unterrichtsmaterialien erarbeitet, welche von den Lehrenden schnell, einfach und ohne zusätzlichen Mehraufwand im Unterricht eingesetzt werden können. Ziel ist es dabei verschiedene Themen der Abfallvermeidung zu erfassen und durch Reflexion mit entsprechenden Strategien auf das eigene Verhalten im zukünftigen Berufsumfeld zu reagieren. Durch eine Testphase an drei Pilotschulen mit anschließendem Feedback durch Lehrkräfte und SchülerInnen werden die Materialien maßgeschneidert auf die Ausbildungssparte zugeschnitten und finalisiert.

Methoden der Abfallvermeidung und Ressourcenschonung im Verpackungsbereich

Im Rahmen des Projektes entwickelt der Fachbereich „Verpackungs- und Ressourcenmanagement“ des FH Campus Wien eine neue, integrierte Lehrveranstaltung mit dem Titel „Methoden der Abfallvermeidung und Ressourcenschonung im Verpackungsbereich“ im Umfang von vier bis sechs Semesterwochenstunden, die im Rahmen einer offenen Lehrveranstaltung (=für alle Fachbereiche) abgehalten wird. Bereits vorhandene Grundlagen für den Lehrinhalt des Fachbereiches werden genutzt und in Zusammenarbeit mit Studierenden und Studiengangleitern departmentübergreifend umfassend überarbeitet (v.a. Case Studies), um auf die Bedürfnisse der anderen Berufsgruppen und Branchen einzugehen. Darüber hinaus wird ein Forschungskatalog entwickelt, der aktuelle, praxis-relevante Themen aus dem Bereich der Abfallvermeidung beinhaltet und den Studierenden als Themen für Bachelorarbeiten zur Verfügung stehen wird.

Entwicklung des Lehrprogramms AbBau - Abfallvermeidung durch nachhaltige Bauprodukte und dessen Integration in österreichische HTLs

Im Laufe dieses Projektes werden Lehrunterlagen für höhere technische Lehranstalten (HTL) mit dem Schwerpunkt nachhaltige Produktentwicklungsprinzipien („Design for Sustainability - DfS“) in der Baubranche ausgearbeitet, mit dem Ziel diese mittelfristig in den Unterricht und langfristig in den Lehrplan zu integrieren. SchülerInnen soll mittels Lebenszyklusansatz vermittelt werden, wie Gebäude aus ganzheitlicher Sicht geplant werden können. Zunächst erfolgt eine Statuserhebung bzgl. der Lehrinhalte auf deren Basis anschließend die modular aufgebauten Unterlagen in Abstimmung mit HTL-Lehrenden ausgearbeitet werden. Diese werden in HTLs (Bautechnik, Hochbau, Tiefbau, Innenausbau) angewandt, getestet, evaluiert und gemäß Feedback adaptiert. Durch Stakeholderbeteiligung soll eine Verwendung der Unterlagen über der Projektlaufzeit hinaus gewährleistet werden.

Abfallvermeidung in der österreichischen Hotellerie

Ziel dieses Projektes ist die Vermeidung von Abfällen in der österreichischen Hotellerie unter Einbeziehung der gesamten Lieferkette bis zum Gast. Mit den vier Pilothotels (Boutiquehotel Stadthalle, Steigenberger Hotel Herrenhof und Hotel Sans Souci in Wien sowie Hotel Übergossene Alm in Dienten/Salzburg) werden abfallvermeidende Maßnahmen erarbeitet und in einer 6-monatigen Testphase umgesetzt. Abfallzahlen und Erfahrungen werden in Zielerreichungsgesprächen und Workshops mit den Pilothotels evaluiert und abschließend in einem Leitfaden für die gesamte österreichische Hotellerie aufbereitet. Innovativ ist die ganzheitliche Herangehensweise und Berücksichtigung der gesamten Lieferkette bis zum Gast.

Smart Citizens Building Tour 2018

Das Hauptziel ist die Entwicklung und der Bau eines mehrgeschossigen, aus Selbstbau-Modulen bestehenden Holzleichtbau-Prototyps, der sowohl moderne digitale Produktionsmethoden als auch klassische Selbstbauprozesse vereint, um die Vermeidung von Abfall in der urbanen Bauwirtschaft durch intelligenten Einsatz nachwachsender Rohstoffe zu erzielen. Das Projekt zielt darauf ab, zukünftig öko-sozialen Wohnbau ohne mineralölbasierte Materialien realisieren zu können und mit nachwachsenden Rohstoffen einen vergleichbaren Kostenrahmen einzuhalten. Dabei wird ein technischer Reifegrad angestrebt, mit dem es möglich sein soll, die entwickelte Bautechnologie in der Praxis einzusetzen und langfristig das partizipativ-kreative Potenzial sowie den Mitgestaltungswillen empowerter Smart Citizens in die Entwicklung des zukünftigen Care & Repair Urbanismus miteinzubinden.

Einführung IFCO Mehrweggebinde für Importlieferanten

Die Verwendung von Klappkisten (Mehrweggebinde) für österreichische Lieferanten ist beim geförderten Unternehmen inzwischen der Status Quo. Ziel dieses Projekts ist der Umstieg von Einweg-Kartonverpackungen auf Mehrweggebinde auch bei europäischer Importware. So werden Einwegverpackungen vermieden, und zusätzlich die importierten Waren besser geschützt, denn bei Einweg-Kartonverpackungen werden vermehrt „Brüche“ festgestellt, womit diese Maßnahme auch zu einer Reduktion von Lebensmittelabfällen führt.

Wiener Reparaturfibel

Die im Zuge des Projekts neu aufgelegte „Wiener Reparaturfibel“ enthält zeitgemäße und praktische Informationen und Tipps rund um das Thema Reparatur. Weiterer Teil der Fibel ist ein Verzeichnis der Reparaturnetzwerks-Betriebe und eine Übersicht zu Reparatur-Initiativen. Durch die längere Nutzungsdauer der reparierten Geräte müssen weniger Neugeräte produziert und gekauft werden. Die Broschüre ist modular aufgebaut, wodurch z.B. Übersichtslisten einfach aktualisiert werden können. Die Verteilung erfolgt über die Reparaturnetzwerksbetriebe, den Onlineversand und Bestellungen über die Reparatur-Hotline der umweltberatung Wien.

Kapsel Drauf

Ziel des Projekts ist es, die Verwendungsdauer von Mehrwegglasflaschen zu erhöhen, und die alten Schraubverschlüsse einem fachgerechten Recycling zuzuführen. Die KonsumentInnen werden ersucht, den Schraubverschluss bei der Rückgabe im Handel wieder auf die Flasche zu geben. Dadurch werden die Flaschen bzw. das Gewinde beim Rücktransport besser geschützt, womit weniger beschädigte Flaschen anfallen, die nicht mehr befüllt werden können und somit entsorgt werden müssen. Der durch dieses Projekt lukrierte Betrag aus dem Verkauf der sortenreinen Kunststoffschraubverschlüsse an den Recycler wird zur Gänze einem karitativen Zweck zugeführt.

Umstellung Verpackungsfolie Schinken

In Zusammenarbeit mit dem Kuratorium der Wiener Pensionistenwohnhäuser wurde, eine neue Verpackung für Schinken umgesetzt, wodurch der Verpackungsaufwand pro Schinkenpackung um über 56% zu reduziert werden konnte. Durch diese erste Pilotumstellung werden nun 1,8 Tonnen Kunststofffolien pro Jahr durch eine Reduktion der Gesamtstärke von 210 my auf 92 my eingespart. Anhand des ersten Projekterfolges, soll nun versucht werden, auch weitere Verpackungen umzustellen bzw. insbesondere weitere Kunden von den Vorteilen dieser neuen Verpackungsform zu überzeugen und somit den Anfall von Kunststoffabfall fortlaufend zu reduzieren.

Abfallvermeidung im österreichischen Lebensmittelgroßhandel

Ziel des Projektes ist es, gemeinsam mit einem Großhandelsunternehmen als Partner und weiteren Unternehmen (die im Laufe des Projektes gewonnen werden), die Daten an vermeidbaren Lebensmittelabfällen im Lebensmittelgroßhandel zu erheben und für Österreich hochzurechnen. Weiters soll Umrechnung von monetären Abschreibungen in tatsächliche Gewichtsangaben erfolgen, um schließlich Vermeidungsmaßnahmen zu erarbeiten und umzusetzen. Großhandelsunternehmen, die im Zuge des Projektes noch zur weiteren Datenerhebung gefunden werden, erhalten als Benefit eine Abfallanalyse, Vermeidungspotentialerhebung und Maßnahmenentwicklung. Es sollen mit mindestens fünf der teilnehmenden Unternehmen Maßnahmen entwickelt, und mindestens eine Maßnahme pro Betrieb umgesetzt.

PURES aus BROT. Brotveredelung 2.0

Brot stellt in Statistiken zur Lebensmittelverschwendung den absoluten Spitzenreiter dar. Mit diesem Projekt möchte der Förderwerber – eine Supermarktkette mit eigener Bäckerei - zeigen, dass elegante Lösungen zur Lebensmittelabfallvermeidung machbar und zukunftsweisend sind. Im Zuge eines Pilotprojekts wurden erste Schritte gesetzt, um wertvolles Restbrot nicht weiter zu entsorgen, sondern in Form von Schnapsbrennen zu veredeln und zu vermarkten. Ziel ist es nun, den erfolgreichen Pilot auf professionelle Beine zu stellen und aus sämtlichen im Produktionsprozess anfallenden Restmengen an Brot und Teig hochwertigen „Brot-Alkohol“ zu erzeugen, und darauf aufsetzend neue Produkte zu entwickeln.

Mahlzeit

Im Zuge dieses Projektes wurden Multivisions-Veranstaltungen mit jugendlichen Schülern im Bezirk Baden durchgeführt. Insgesamt haben über 3.700 Schüler und Schülerinnen teilgenommen. Bei diesen Veranstaltungen wurden die Kinder durch moderne Präsentationstechniken in ihrer Aufmerksamkeit erreicht, um Umweltthemen, besonders Abfallvermeidung, aber auch den Umgang mit lebenden Ressourcen kritisch zu hinterfragen. Das teilnehmende Lehrpersonal konnte die wichtigen Aspekte der Umwelterziehung in den Unterricht einbauen. Elemente wie darstellende Übungen, Stream-Quiz, Diskussion bzw. Befragungen… erforderten die aktive Teilnahme der SchülerInnen.

Click-ON

Gegenstand des Projektes ist die Neuentwicklung eines Sprühkopfes für Haushaltsreiniger, der Wasser und Konzentrat in einem bestimmten und gleichbleibenden Verhältnis beansprucht. Das Vermischen von Konzentrat und Wasser erfolgt im Sprühkopf (Trigger). Das Konzentrat befindet sich in einer, in den Sprühkopf integrierten Kammer. Somit kann je nach Bedarf ein Konzentrat gewählt werden, ohne die Flasche oder das Wasser wechseln zu müssen. Ziel ist es den Flaschen- und Triggerbedarf bei gleichbleibender Reinigungswirkung um drei Viertel zu senken, wodurch Platz bei Transport und Lagerung gewonnen und auf Grund des geringeren Transportaufwands auch die Umwelt entlastet wird. Die leichte Handhabung (easy to use) durch den Endverbraucher wird ebenso berücksichtigt, wie die Möglichkeit der Wiederbefüllung dieser Sprühköpfe.

ReUse-Substitutionspotential aktueller 60er- 80er- Jahre-Bauten

Das Projekt befasst sich mit der Substitution von Bauteilen aus Primärrohstoffen durch ReUse-Bauteile vor allem von Rückbau-Gebäuden aus den 1960er – 80er Jahren. Durch Nachnutzungskonzepte und konkrete Substitutionsvorschläge soll der ReUse Anteil vervielfacht werden. Anhand von zwei konkreten Bauvorhaben wird die reale Abwicklung des ReUse-Einsatzes exemplarisch durchgeführt. Ein Ziel ist es Rahmenbedingungen für ReUse als eingetragene Marke im Bauwesen zu erarbeiten und ReUse als Teil der „Standard-Einbaumethode“ zu etablieren. Die interne juristische Begleitung des Projektes wird wertvollen Aufschluss darüber geben, wo strukturelle und rechtliche Barrieren zu sehen sind, ob besondere Hürden etwa bei der Suche nach Kompetenzen auftreten undin welchen Feldern und Bereichen Risiken lauern, die es abzusichern gilt.

MehrWert für Innsbruck - Coffee-to-go im MehrWegbecher

In Innsbruck wurde von einem Unternehmen zur Gemeinschaftsverpflegung, zwei Tiroler Bäckereiketten und einem Betreiber von Coffeeshops mit wissenschaftlicher Begleitung durch eine Universität ein Mehrwegbecher-Projekt gestartet. Zunächst werden bei den Partnerbetrieben in Innsbruck Mehrwegbecher zu einem günstigen Preis zum Kauf angeboten. Die erste Füllung ist gratis. Bei der Wiederbefüllung dieser oder eigener Becher erhält der Kunde einen Rabatt. Als wesentlicher Teil des Projektes wird eine begleitende Bewusstseinsbildungskampagne entwickelt und gemeinsam mit der Stadt Innsbruck, dem Land Tirol und weiteren Akteuren durchgeführt, um den Innsbrucker bzw. Tiroler Bevölkerung die negativen Umweltauswirkungen durch den exzessiven Verbrauch von Einwegbechern näherzubringen. Die regelmäßige Wiederholung der Informationsaktivitäten wird sicherstellen, dass die erworbenen Mehrwegbecher auch verwendet werden, denn nur dann ergibt sich ein Nutzen für die Umwelt. Weitere Betriebe sollen als Partner gewonnen werden. Ergänzend zum Mehrwegbecher wird ein Konzept zur Einführung eines Pfandsystems erstellt und gegebenenfalls. getestet. Außerdem wird das Projekt durch Nutzerbefragungen und Effizienzüberprüfungen begleitet.

Haushaltskurse und Unterrichtsmaterialien für „Deutsch als Fremdsprache“ bzw. „Deutsch als Zweitsprache“-Kurse: Weniger Mist machen und Geld sparen!

In Workshops, welche im Rahmen des vorliegenden Projektes für „Deutsch als Fremdsprache“ (DaF) und Deutsch als Zweitsprache (DaZ)-Kurse entwickelt werden, wird Abfallvermeidung und die damit verbundene Kostenersparnis im Alltag thematisiert. Das Thema wird spielerisch aufbereitet. Zusätzlich erhalten die KursbetreuerInnen von DaF/DaZ-Kursen weiterführende Unterlagen zum Thema Abfallvermeidung. Die Materialien werden in einer Pilotphase in 6 Workshops im Rahmen eines gemeinsamen Restlkochens angewendet, wobei Tipps zur Lebensmittelabfallvermeidung gegeben werden. Die Workshops werden im Rahmen der DaZ-Kurse der Wiener Volkshochschulen (VHS) durchgeführt. Die Methoden, Stundenbilder und Unterrichtsunterlagen werden in der Pilotphase adaptiert, anschließend aktiv den Unterrichtenden an allen österreichischen Standorten der Volkshochschulen und weiteren Plattformen der DaF/DaZ-Ausbildung, z. B. Wirtschaftsförderungsinstitut der Wirtschaftskammer Wien (WIFI), Berufsförderungsinstitut (BFI), Österreichischer Integrationsfonds (ÖIF) und NPOs zur Verfügung gestellt.